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Öffnungszeiten:
Di. - So., 10 - 17 Uhr.

Führungen:
jeden Sonntag um 15 Uhr
mit Annekathrin Stoll
Euro 4,00 (bei erm. Eintritt)

Exkursion des Freundeskreises Georg-Kolbe-Museum:
Do. 3. 10. (Tag der dt. Einheit)
‚Ernst Barlach in Güstrow'
Telefonische Anmeldung erforderlich.

Veranstaltungen zur Ausstellung

E-mail:
kolbe.museum@t-online.de

 

 

Die Gemeinschaft der Heiligen

Figurenzyklus an der Katharinenkirche zu Lübeck von Ernst Barlach und Gerhard Marcks

15. 9. - 1. 12. 2002

 

Die Ausstellung ‚Die Gemeinschaft der Heiligen' präsentiert eines der eindrucksvollsten Skulpturenen-
sembles der deutschen Bildhauerei des 20. Jahrhunderts.
Zwei bedeutende Bildhauer - Ernst Barlach und Gerhard Marcks - schufen die Figurenreihe, die in Nischen der gotischen Fassade von St. Katharinen zu Lübeck Aufstellung gefunden hat.

Auf Anregung des Lübecker Museumsdirektors Carl Georg Heise begann Barlach 1929 mit dem Projekt ‚Die Gemeinschaft der Heiligen'.Er griff dabei auf frühere Arbeiten zurück: seinen plastischen Entwurf für ein Beethovendenkmal von 1926 und den daraus entwickelten 'Fries der Lauschenden'. Für Lübeck waren anfangs sechzehn überlebensgroße Figuren vorgesehen, deren Zahl bald auf acht reduziert wurde. Barlach konnte jedoch bis 1932 nur drei Großplastiken ausführen. Zeichnungen und kleinplastische Modelle geben über seine weitergehenden Planungen Aufschluss.
Die Entlassung Heises durch die Nationalsozialisten und die Verfolgung Barlachs führten zum Scheitern des großangelegten Planes, dagegen konnte Barlach das ältere Projekt ‚Fries der Lauschenden' vollenden. Noch in den späten Zeichnungen mit dem Titel ‚Übungen der leichten Hand' verfolgte er das Thema der Figurenreihe weiter.

Gerhard Marcks, der sich schon 1934 mit einer Fortsetzung der Barlachschen Figurenreihe befasst hatte, griff das Thema nach dem Zweiten Weltkrieg erneut auf. Bis 1949 reaslisierte er sechs große Gestalten, die im Anschluss ab die Barlach-Figuren in der Fassade von St. Katharinen aufgestellt wurden. Marcks setzte sich zwar mit den Projekten des von ihm verehrten äteren Bildhauers auseinander, er gestaltete schließlich jedoch Vertreter seines sehr eigenen Menschenkosmos

Die Ausstellung präsentiert die Figurenreihe in originalgroßen Zweitausformungen, sowie in kleinen plastischen Modellen und Entwurfszeichnungen beider Künstler. Im Vergleich werden verwandte Arbeiten von Barlach, vor allem die Vorgängerprojekte wie auch zeichnerische Figurenserien gezeigt. Eine zentraler Komplex im Werk Barlachs wie auch Marcks' wird somit auf anschauliche Weise vorgestellt.

Zu dieser Ausstellung, die vom Gerhard-Marcks-Haus, Bremen, und der Ernst Barlach Stiftung, Güstrow, zusammengestellt wurde, ist ein umfangreiches Katalogbuch erschienen, in dem das komplexe Gemeinschaftswerk von Barlach und Marcks in seinen unterschiedlichen Facetten beleuchtet wird (175 S., 190 Abb., € 24,00)

Aus seinen Beständen zeigt das Georg-Kolbe-Museum
als Ergänzung Werke von Georg Kolbe vor allem seine Projekte für ein Beethoven-Denkmal.

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