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Bildhauerwerkstatt
Plastiken
· Zeichnungen · Fotografien
aus
der Sammlung des Georg-Kolbe-Museums
3. Oktober 1999 bis 2. Januar 2000
Das
Georg-Kolbe-Museum ist das einzige Berliner Museum in einem
ehemaligen Künstleratelier. Diese Ausstellung, die vor allem
aus dem Nachlass Georg Kolbes (1877-1947) bestückt wird, verweist
auf die ursprüngliche Nutzung des Hauses.
. Im
ehemaligen "Wohnatelier" von Georg Kolbe werden
Beispiele aus seiner Kunstsammlung gezeigt (Schmidt-Rottluff,
Kirchner, Liebermann, Rodin, Maillol), die er von Malern und
Bildhauern seines Bekanntenkreises im Tausch erhalten oder
käuflich erworben hatte.
Im großen Atelierraum, der schon zu Kolbes Lebzeiten als eine
Art Ausstellungsraum diente, werden Hauptwerke des Stifters
präsentiert. An diesen Beispielen ist seine stilistische Entwicklung
von den zehner bis zu den dreißiger Jahren ablesbar.
In den Übergangsräumen zwischen Alt- und Neubau werden Bildhauertechniken
vorgestellt mit Hilfe von Plastiken, Gussformen, Werkzeugen
sowie historischen Fotos und Filmen: Das Modellieren mit Ton
und Gips wird ebenso gezeigt wie die Herstellung von Bronzeplastiken
im Wachsausschmelzverfahren bzw. im Sandguss.
Im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus sind charakteristische
Skulpturen von Bildhauerkollegen Kolbes zu sehen. Es handelt
sich überwiegend um Erwerbungen des Museums aus den letzten
zwanzig Jahren.
Im Untergeschoss des Erweiterungsbaus ist die konzeptionelle
Arbeit des Bildhauers das Thema. Anhand von Werken Kolbes
und einiger Zeitgenossen wird das Verhältnis von Zeichnung
und Plastik sowie von Modell zur Ausführung und deren Variationen
gezeigt. Die Wirkung verschiedener Materialien, Bemalungen
oder unterschiedlicher Patinierungen der Bronzen ist an ausgewählten
Beispielen zu studieren.
Im Annex-Raum werden Künstlerbriefe gezeigt, einige Kostproben
aus dem umfangreichen Kolbe-Archiv.
Nach einer langen Folge von Sonderausstellungen mit fremden
Leihgaben besinnt sich das Georg-Kolbe-Museum wieder einmal
auf seine Bestände, deren Vielfalt den künstlerischen Entstehungsprozess
anschaulich werden lässt und darüberhinaus die bildhauerische
Entwicklung in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts darzustellen
vermag.
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