Forschung
Projektthema:
„Sicherung, Erschließung und Digitalisierung der schriftlichen Nachlässe im Archiv des Georg-Kolbe-Museums und deren Anbindung an das Fachportal Kalliope“
| Zeitraum: | Juni 2008 – Mai 2010 (laufend) |
| Förderer: | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Bonn |
| Projektleitung: |
Carolin Jahn M.A. |
| Ziel: | Ziel des DFG-Projekts ist es, die schriftlichen Archivalien des Georg-Kolbe-Museums in ihrem gesamten Umfang und in der ihr angemessenen Tiefe einheitlich zu ordnen und zu sichern, digital zu erschließen und der Forschung bereitzustellen. Neuordnung - Sicherung - Erschließung
Nach einheitlichen Erfassungskriterien soll eine Neuordnung aller bisher nicht oder nur partiell erschlossenen Nachlass-Bestände vorgenommen werden. Auf die sachgemäße Sicherung der Dokumente in säurefreien Mappen und Archivboxen folgt die elektronische Katalogisierung der Dokumente. Diese soll nicht erst in einer hauseigenen Datenbank erfolgen, sondern direkt über einen Client in die internetbasierte Kalliope-Datenbank (Zentralkartei der Nachlässe und Autographen) als Erfassungs- und Nachweissystem. Dafür werden die vorhandenen Materialien entsprechend dem Regelwerk „Regeln zur Erschließung von Nachlässen und Autographen“ (RNA Berlin 1997) einheitlich formal erschlossen. Vermittlung – Präsentation - Vernetzung Die Kooperation mit Kalliope ermöglicht, neben der elektronischen Neuaufnahme und Pflege der Bestände im Kalliope-OPAC, auch deren öffentliche Präsentation unter dem Kalliope-Portal. Anhand der Vernetzung von Teilnachlässen, wie z.B. im Falle Ottilie Schäfers und Renée Sintenis, deren Nachlässe sich sowohl in der Staatsbibliothek Berlin als auch im Georg-Kolbe-Museum befinden, können die Bestände virtuell zusammengeführt werden.Die Ermittlung der einzelnen Dokumente wird über eine Online-Recherche ebenso ermöglicht wie über entsprechende gedruckte Nachlassverzeichnisse, welche aus der Datenbank Kalliope generiert werden.Nach Abschluss des Projektes soll eine Ausstellung mit ausgewählten Briefen und sonstigen Nachlassmaterialien einer breiteren Öffentlichkeit einen Einblick in das Archiv des Museums geben und die Ergebnisse der Nachlassbearbeitung präsentieren. Begleitend wird eine Publikation erscheinen, die über den Umfang und die Schwerpunkte des Archivs informiert und einige Schätze der Nachlassbestände in Wort und Bild vorstellt.Da die Nebenräume des Museums beengt sind, soll das Archiv zukünftig im Nachbarhaus auf dem Gelände des Museums, in den Räumen des ehemaligen Wohnhauses von Kolbes Tochter, untergebracht werden. Dort wird der Bestand, im Rahmen der Nutzungsbedingungen, Wissenschaftlern und sonstigen Interessenten für Forschungszwecke zugänglich sein. Oftmals wird es der Forschung schwer gemacht, verwertbare Informationen über kleine und dennoch wichtige Bestände in Museen zu erlangen. Ziel des Projektes ist es daher einen möglichst großen Kreis von Forschern über die wissenschaftsrelevante Quellensammlung des Georg-Kolbe-Museums zu informieren. Die Vernetzung mit Fachportalen, wie z.B. Kalliope, BAM oder Michael soll zukünftig auch dem Wissenschaftler an seinem Arbeitsplatz die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen erleichtern. |

