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Isadora und Elizabeth Duncan

Das Land der Griechen mit dem Körper suchend

8. 4. - 4. 6. 2001

 

In seiner Reihe von Tanz-Ausstellungen präsentiert das Georg-Kolbe-Museum Isadora Duncan, die Pionierin des modernen Tanzes.
Die Amerikanerin kam 1899 nach Europa. In der Auseinandersetzung mit der griechischen Antike, aber auch Kunstwerken späterer Zeit, entwickelte Sie einen neuen Tanzstil. Die Autodidaktin tanzte barfuß in fließendem griechischen Gewand und setzte sich bewußt vom traditionellen Ballett aber auch vom Varieté ab. Sie wollte den Tanz zur 'hohen' Kunst erheben, Körper und Geist zur Harmonie bringen.

Den ersten durchschlagenden Erfolg erlebte sie 1902/03 bei ihren Auftritten in Deutschland, vor allem in Berlin. Hier - in einer Grunewaldvilla - eröffnete sie 1904 auch ihre erste Schule, deren Nachfolgeinstitution nach einer Odyssee durch Europa und die USA noch heute in München besteht. Die Schule wurde vor allem von der älteren Schwester, Elizabeth Duncan, betreut.
Isadora Duncans ereignisreiches Leben, das auch ein Vorbild für die Eroberung neuer Freiräume für Frauen war, blieb bis zu ihrem tragischen Tod 1927 im Mittelpunkt des Interesses. Ihre posthum erschienenen, temperamentvoll geschriebenen Memoiren wurden ein Bestseller.
Die Ausstellung präsentiert Fotografien, Zeichnungen, Graphiken, Skulpturen, Programmhefte, Einladungen usw. Sie zeigt die facettenreiche Persönlichkeit der Tänzerin und stellt auch die verschiedenen Stationen ihrer Schule vor. Präsentiert wird ebenfalls das Sechs-Sekunden-Filmfragment von 1899, das einzige Dokument, das die Künstlerin tanzend zeigt.
Ihre Beziehungen zu bildenden Künstlern ist natürlich ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung. Neben Zeichnungen von Abraham Walkowitz und Graphiken von Gordon Craig, sind zum Beispiel Statuetten der Berliner Bildhauer Walter Schott und Constantin Starck zu sehen. Unter den Fotografen ragen Arnold Gente, Edward Steichen und das Münchner Atelier Elvira hervor.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher, reich illustrierter Band in Deutsch und Englisch (DM 48,--). Zum 124. Geburtstag von Isadora Duncan am 26. Mai wird aus ihren Memoiren gelesen.

Pressevorbesichtigung nach Vereinbarung.

 

 

 

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