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Begleitprogramm:
"Skulptur im Objektiv" Foto-Workshop
Zweitägige Veranstaltung am 3. und 10. März 2001
Jeweils 10 bis 13 Uhr Mit Friederike Hauffe M.A.
Teilnahmegebühr DM 40,-- Tel.
Anmeldung unter 030-395 95 01

 

 

Plastische Fotografien

Fotografie und Skulptur aus der Sammlung des Museums

4. Februar bis 1. April 2001

 

Die Umsetzung von dreidimensionalen Bildwerken in die zweidimensionale Fotografie bietet zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten für den Fotografen - durch die Wahl der Ansicht, der Beleuchtungssituation, von Umgebung oder Abstand zum fotografierten Werk. Auch der Verwendungszweck spielt eine Rolle für den Charakter der Fotografien. Die in der Ausstellung präsentierten Beispiele sind keine freien, experimentellen Arbeiten, sondern dienten den Bildhauern zur künstlerischen Kontrolle, als Anschauungsmaterial für potentielle Käufer, zum Aufbau eines Werkarchivs oder für Reproduktionen in Kunstbüchern und Postkartenserien. Auch wenn die Fotografien zu dokumentarisch-wissenschaftlichen Zwecken angefertigt wurden, besitzen sie einen eigenen ästhetischen Charakter, sind immer im Zeitstil verhaftete Reflexionen und Interpretationen der wiedergegebenen Skulptur und werden damit zu eigenständigen Kunstwerken. Die einzelnen Ausstellungskapitel dokumentieren das facettenreiche Thema der Skulpturenfotografie, wobei die ausgewählten Skulpturen von Georg Kolbe und einigen seiner Bildhauerfreunde in einen Dialog treten mit fotografischen Aufnahmen dieser Werke, die aus der umfangreichen Museumssammlung stammen und ergänzt werden durch einige Leihgaben aus Privatbesitz.

GEORG KOLBES SKULPTUREN UND IHRE FOTOGRAFEN
Die Fotografien sind nicht chronologisch, sondern im Miteinander, objektbezogen präsentiert, um die verschiedenen Auffassungen der Fotografen deutlich zu machen, die bei gleicher Absicht zu unterschiedlichen Ergebnissen kamen. Der erste fotografierende Chronist von Georg Kolbes Werken war der mit ihm befreundete Kunsthistoriker Ludwig Schnorr von Carolsfeld (1877-1945). Seine überwiegend in Kolbes Atelier entstandenen Fotografien bestechen durch ihren atmosphärischen Charme. Wesentlichen Anteil an der systematischen Erfassung von Kolbes Oeuvre hatte danach der fotografisch geschulte Kunsthistoriker Richard Hamann Mac Lean (1908-2000). Seine von der Stilrichtung der “Neuen Sachlichkeit” geprägten Aufnahmen entstanden ab 1930 für das Fotoarchiv des Kunsthistorischen Instituts in Marburg. Die Bedeutung, die Georg Kolbe dem fotografischen Medium zumaß - auch wenn er selbst nicht zur Kamera gegriffen hat - wird auch dadurch deutlich, daß er ab 1931 eine eigene Fotografin beschäftigte, die seine Werke den Vorstellungen des Bildhauers entsprechend aufnahm. Allein von Margrit Schwartzkopff (1903-1969) sind tausende von Abzügen und Glasnegativen im Museumsbestand erhalten. Als Nachlassverwalterin und erste Leiterin des Georg-Kolbe-Museums sorgte sie auch nach Kolbes Tod dafür, dass die Aufnahmen und ihre Verwendung ganz im Sinne des Bildhauers erfolgten. DIE FOTOSAMMLUNG GEORG KOLBES Georg Kolbe zeigte schon früh sein Interesse für Fotografie. Aus seinem Nachlass sind hunderte von Skulpturen- und Architekturfotografien vom Ende des 19./Anfang des 20. Jhs. erhalten, die er thematisch sortiert in Mappen aufbewahrte. Der Bildhauer eignete sich die Kunstgeschichte - darunter auch Werke seiner großen Vorbilder Michelangelo und Rodin - über ihre fotografische Wiedergabe an. Eine Auswahl von Skulpturenaufnahmen verschiedener Fotoverlage zeugt von Kolbes Interessen und von seiner künstlerischen Verarbeitung einzelner dargestellter Werke.

DER BILDHAUER UND SEIN WERK
An Beispielen von überwiegend professionellen Porträtfotografen wie Otto Hartmann (1886-1961) oder Fritz Eschen (1900-1964) wird deutlich, wie groß das Interesse an Porträtaufnahmen des Künstlers im Atelier waren, dem Ort des kreativen Aktes. Die Verbundenheit von Schöpfer und Werk wird in den meist gestellten Fotografien beschworen.

GEORG KOLBES BILDHAUERFREUNDE UND DIE FOTOGRAFIE
Georg Kolbe war kein “Einzelfall”, was die Wertschätzung der Fotografie betrifft. Aus den Nachlässen von Richard Scheibe, Hermann Blumenthal oder Renée Sintenis stammen die ausgewählten Aufnahmen, die bezeugen, wie weit gefächert das Thema der “Sachfotografie” ist.

REPRODUKTIONEN
Die Rezeption von Werken der Bildhauerei erfolgt wesentlich durch die Fotografie, durch Reproduktionen in Kunstbüchern oder als Postkarten, wie die ausgewählten Druckwerke in den Vitrinen verdeutlichen.

 

 

 

 

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