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Varieté-Tänzerinnen
um 1900 - Vom Sinnenrausch zur Tanzmoderne
Ausstellung vom 14. Februar - 11. April 1999
Legendäre
Berühmtheiten einst - heute vergesen. Das sensationslüsterne Publikum
der Metropolen Europas und Amerikas applaudierte jenen schillernden
Tanzstars der Jahrhundertwende: Jane Avril La Golue, Loie Fuller,
La Belle Otéro, Cléo de Mérode, Mata Hari, Saharet, Sent M'Ahesa,
Josephine Baker oder Anita Berber. Von den Fesseln des erstarrten
Balletts befreit, bereiteten sie in ihren selbst kreierten Darbietungen
die Entwicklung des modernen Tanzes vor.
Wie sehr diese Tänzerinnen die - primär männliche - Phantasie beflügelten,
bezeugt nicht nur der Widerhall in literarischen Zeugnissen ihrer
Zeit; sie wirbelten auch durch die Gefilde der bildenden Kunst.
Mehr noch als die traditionellen künstlerischen Gattungen - Malerei,
Skulptur und Graphik - prägten die Varieté-Tänzerinnen neue Medien:
die Photographie und das Plakat. Hier manifestierte sich die Selbstdarstellung
der einzelnen Tänzerinnen, die Teil ihres künstlerischen Programms
war. Die Werbeplakate und -photographien zeigen eine glitzernde
Traumwelt: Frauenbilder von berückender aber auch aufreizender Schönheit.
Daß die Lebenswirklichkeit der Tänzerinnen nicht immer glanzvoll
war, lassen allerdings die Plakate von Toulouse-Lautrec erkennen.
Vorgestellt wird ein faszinierendes Kapitel der internationalen
Tanz- und Sozialgeschichte, in dem die ehemalige Varieté Metropole
Berlin eine wichtige Rolle spielte.
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